Zisterne und Regenwasser für die Rasenbewässerung

Wie weit ein Speicher wirklich reicht

Eine Zisterne kann Niederschlag von geeigneten Sammelflächen speichern und später für die Gartenbewässerung bereitstellen. Sie ist ein Speicher – keine dauerhafte Wasserquelle. Gerade während längerer Trockenperioden kann der Zufluss gering sein.

Wie weit reicht ein voller Speicher?

Mit der Grundgleichung 1 mm = 1 l/m² lässt sich die theoretische Reichweite einfach abschätzen.

Wie oft das für eine einzelne Bewässerungsgabe reicht, hängt von der gewählten Gabengröße ab. Die folgenden zwei Tabellen zeigen das für eine kleinere Gabe (10 mm) und eine größere Gabe (25 mm), jeweils für gängige Gartengrößen.

Volle Bewässerungsgaben bei 10 mm je Gabe

Speicher \ Fläche100 m²200 m²300 m²
3.000 l3,0 Gaben1,5 Gaben1,0 Gabe
5.000 l5,0 Gaben2,5 Gaben1,7 Gaben
7.500 l7,5 Gaben3,8 Gaben2,5 Gaben
10.000 l10,0 Gaben5,0 Gaben3,3 Gaben
15.000 l15,0 Gaben7,5 Gaben5,0 Gaben

Volle Bewässerungsgaben bei 25 mm je Gabe

Speicher \ Fläche100 m²200 m²300 m²
3.000 l1,2 Gaben0,6 Gaben0,4 Gaben
5.000 l2,0 Gaben1,0 Gabe0,7 Gaben
7.500 l3,0 Gaben1,5 Gaben1,0 Gabe
10.000 l4,0 Gaben2,0 Gaben1,3 Gaben
15.000 l6,0 Gaben3,0 Gaben2,0 Gaben

Diese Werte sind reine Volumenrechnungen. Tatsächlich nutzbarer Speicherinhalt, technische Verluste, weitere Verbraucher und Nachspeisung müssen bei der konkreten Planung berücksichtigt werden.

Was vor der Planung geklärt werden sollte

  • Rasenfläche und gewünschte Bewässerungsstrategie.
  • Verfügbare Dach- bzw. Sammelfläche.
  • Speichervolumen und nutzbarer Inhalt.
  • Pumpenleistung, erforderlicher Druck und hydraulische Auslegung.
  • Versorgungskonzept für längere Trockenperioden, wenn der Speicher leer ist.
  • Trennung und technische Anforderungen bei einer möglichen Nachspeisung aus anderen Wasserquellen durch den Fachplaner.

Eine Zisterne kann Wasser speichern und den Trinkwasserbedarf reduzieren; ob sie eine Rasenfläche über eine lange Trockenperiode versorgen kann, muss gerechnet werden.