Regenerieren, nachsäen oder sanieren?

Vier Wege im Vergleich

Nach Trockenheit oder größeren Rasenschäden gibt es vier grundsätzliche Wege: Regeneration, Nachsaat, Sandwich-Sanierung oder weitergehender Neuaufbau. Die Wahl hängt vom verbliebenen Pflanzenbestand, seinem Regenerationsvermögen, dem Untergrund und der Schadensursache ab.

Weg 1 – Regeneration

Wenn noch ausreichend lebensfähiger und regenerationsfähiger Bestand vorhanden ist, kann die einfachste Lösung gleichzeitig die beste sein. Dafür müssen die Wachstumsbedingungen wieder stimmen: Wasser, Nährstoffe, Schnitt und Belastung.

Weg 2 – Nachsaat

Erholt sich die Fläche grundsätzlich, bleiben aber deutliche Lücken zurück, kann Nachsaat sinnvoll sein. Saatgut muss keimen, Wurzeln bilden und sich im vorhandenen Bestand etablieren. Einfaches Ausstreuen garantiert deshalb noch keinen Erfolg.

Sie wollen mehr Informationen? Lesen Sie hier weiter im Rasenlexikon:

Weg 3 – Sandwich-Sanierung

Ist der Pflanzenbestand stark geschädigt, der vorhandene Untergrund aber grundsätzlich funktionsfähig, kann eine Sandwich-Sanierung interessant sein. Der Bodenaufbau wird weitgehend weiter genutzt; die Altfläche wird so vorbereitet, dass der neue Rollrasen einen geeigneten Anschluss an den vorhandenen Boden erhält.

Weg 4 – Weitergehender Neuaufbau

Liegen wesentliche Probleme im Bodenaufbau, in der Verdichtung, Wasserführung oder darin, wie gut Wurzeln in den Boden vordringen können, reicht ein Austausch der Vegetation nicht. Dann sollte die Ursache vor der Neuverlegung bearbeitet werden.

Übersicht: Zustand, Prüfung und möglicher Weg

ZustandZuerst prüfenMögliche Lösung
Braun, aber deutlicher WiederaustriebRegenerationsentwicklungRegenerieren
Bestand erholt sich, bleibt lückigLücken und Bedingungen fürs Anwachsen der SaatNachsäen
Großer Pflanzenverlust, Untergrund funktioniertHöhen, Vorbereitung, WurzelanschlussSandwich-Sanierung
Pflanzenverlust + grundlegende BodenproblemeBodenaufbau und WasserführungNeuaufbau