Sandwich-Sanierung mit Rollrasen
Wann das Verfahren trägt
Muss bei einer Rasensanierung wirklich alles raus?
Nicht unbedingt. Wenn hauptsächlich der Pflanzenbestand geschädigt ist, der vorhandene Untergrund aber weiterhin funktioniert, kann eine Sandwich-Sanierung eine weniger aufwendige Alternative zur vollständigen Neuherstellung sein.
Grundsatz: Nur erhalten, was noch als geeignete Grundlage funktioniert.
Was Sandwich bedeutet – und was nicht
Der vorhandene Bodenaufbau wird weitgehend weiterverwendet. Die geschädigte Altvegetation wird intensiv vorbereitet und so weit zurückgenommen, dass eine geeignete Verlegefläche und ein guter Anschluss des neuen Rollrasens an den Boden entstehen können.
Sandwich bedeutet ausdrücklich nicht, neuen Rollrasen einfach auf eine dicke Schicht aus alter Vegetation oder Filz zu legen.
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Wann ist das Verfahren interessant?
- Der vorhandene Pflanzenbestand ist großflächig geschädigt.
- Der Untergrund ist grundsätzlich funktionsfähig.
- Keine wesentlichen Verdichtungs- oder Entwässerungsprobleme liegen vor.
- Die Höhenverhältnisse lassen die Sanierung zu.
- Eine schnelle Wiederherstellung ist gewünscht.
Wann sollte Sandwich nicht angewendet werden?
- Erhebliche Verdichtung oder ein Boden, in den Wurzeln kaum vordringen können.
- Staunässe oder grundlegende Probleme der Wasserführung.
- Ungeeigneter Bodenaufbau.
- Problematische Anschlusshöhen an Wege, Terrassen, Schächte oder Einfassungen.
- Ungeklärte Schadensursache, die mit neuem Rasen lediglich überdeckt würde.
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Grundsätzlicher Ablauf
- Schadensursache klären.
- Untergrund und Wasserführung beurteilen.
- Höhen und Anschlüsse kontrollieren.
- Altbestand intensiv zurücknehmen und störende Reste wie alte Grasnarbe oder Rasenfilz minimieren.
- Oberfläche öffnen und für den Wurzelanschluss vorbereiten.
- Unebenheiten ausgleichen und Verlegefläche herstellen.
- Geplante Bewässerungsleitungen vor der Verlegung einbauen.
- Rollrasen mit gutem Kontakt zum Untergrund verlegen.
- Unmittelbar und kontrolliert bewässern; Anwachsphase begleiten.
Eine pauschale Zentimeterangabe für zusätzliches Bodenmaterial lässt sich nicht seriös nennen. Die erforderliche Menge hängt von Zustand, Unebenheiten, Endhöhe und Vorbereitung ab.
So wenig Eingriff wie sinnvoll. So viel Sanierung wie notwendig.
Praktisch weiter:
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